Wieder gehen! Eine Informations-Initiative zum Thema Fußheberschwäche
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Fußheberschwäche


Für Betroffene mit Fußheberschwäche ist Gehen kein automatisierter Vorgang mehr. Ein erheblicher Teil der Konzentration muss dafür aufgewendet werden, nicht zu stolpern oder gar zu stürzen. Die Umwelt wird kaum wahrgenommen.

Häufig setzt der Fuß beim Auftreten nicht mit der Ferse zuerst auf, sondern mit dem Vorderfuß oder der gesamten Fußsohle. Ein natürliches Abrollen des Fußes und Vorschwingen des Beines ist bei Fußheberschwäche nicht mehr möglich.

Je nach Schweregrad der spastischen Lähmung (d.h. eine unkontrollierte Anspannung der Muskulatur) im Fuß laufen Betroffene verkrampft und anormal. Auch das Krallen der Zehen ist eine mögliche Folge der Lähmung.
In jedem Fall verhindert eine spastische Lähmung ein flüssiges Gangbild. Durch Einsatz von Hilfsmitteln kann diese Beeinträchtigung vermindert werden.

Ohne Hilfsmittel erfolgt das Vorschwingen des Beines durch eine sogenannte Zirkumduktion. Dabei wird das Bein durch eine kreisförmige Hüftbewegung nach vorn gebracht. Betroffene, die sich über einen längeren Zeitraum auf diese Weise fortbewegen, klagen über Schmerzen in Hüfte und Becken.

Mögliche Ausprägungen der Fußheberschwäche:

 

1. Fehlstellung des Fußes, der Betroffene läuft auf der Fußaußenkante.

2. Fußheberschwäche mit Vorfußauftritt. Die Ferse berührt beim Gehen nicht mehr den Boden.

3. Fehlstellung des Fußes durch gekrallte Zehen, verursacht durch die Spastik im betroffenen Fuß.